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Shinson Hapkido scheint zunächst eine der zahlreichen Kampfkünste der
asiatischen Kultur zu sein. Tatsächlich werden hier Bewegungen gelehrt, die sich
auch zur Selbstverteidigung eignen.
Das
Training beinhaltet körperliche Übungen zur Ausbildung unseres Körpers.
Dazu zählen auch Handtechniken, Fußtritte, Fallübungen, Würfe,
Hebeltechniken, Selbstverteidigungs- und Kampfübungen. Um unsere
Lebenskraft zu stärken lernen wir spezielle Körperübungen und
Atemtechniken. Hinzu kommen Konzentrations- und Meditationsübungen. Es
ist ein ganzheitliches Training.
Gründer
dieser Lebens- und Bewegungskunst ist der
koreanische Zen- und
Hapkido-Großmeister Ko.Myong. Er lebt und lehrt seit über 20 Jahren in
Darmstadt. Er ist Präsident der International Shinson Hapkido
Association, in der alle Shinson Hapkido Schulen weltweit organisiert
sind. Er beschreibt Shinson Hapkido so:
"Shinson Hapkido ist ein aus
den traditionellen Bewegungs- und Naturheilkünsten Koreas entwickeltes
Gesundheitstraining für jung und alt. Es lehrt, mit sich selbst, mit
anderen Menschen und mit der Natur in Harmonie zu leben. Das Ziel von
Shinson Hapkido besteht darin, den Geist der Menschlichkeit und
Naturliebe zu fördern, zu verbreiten und zur vollen Reife zu bringen."
aus "Bewegung für das
Leben", Ko. Myong, Darmstadt
Um dieses Ziel zu erreichen,
werden im Shinson Hapkido alle Techniken auf der Basis der "Fünf
Lehrmethoden (Oh Sang)" unterrichtet:
Oh Sang
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Vertrauen (Midum)
Vertrauen beginnt bei uns selbst. Auf der Basis eines gesunden
Selbstvertrauens können wir auch Vertrauen zu anderen Menschen,
unseren TrainingspartnerInnen, unseren LehrerInnen, der
Lehrmethode und zur Natur entwickeln. Wir brauchen Vertrauen um
lernen und wachsen zu können.
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Achtung oder Respekt (Yeey)
Respekt ist ein wichtiges Werkzeug im Training. Uns erst einmal
so zu respektieren, wie wir sind, ob groß oder klein, beweglich
oder unbeweglich, glücklich oder unglücklich, ist die Grundlage,
um auch andere Menschen, die Natur, Situationen und alle Dinge
zu achten und einen Weg für Veränderung zu finden. Respekt und
Dankbarkeit sind eng miteinander verknüpft. Wirklicher Respekt
kann nicht erzwungen werden, sonst wird er zum Mittel der
Unterdrückung. Er ist eine Gabe, die von Herz zu Herz fließt.
Ausdruck dieser Achtung im Training ist das Grüßen (Verbeugen). |
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Geduld (Innee)
Wenn wir Geduld mit uns selbst haben, können wir auch mehr
Geduld mit anderen Menschen haben und verstehen, dass jeder
Mensch seine eigene Zeit für seine Entwicklung braucht. Es
wächst Verständnis in uns, für uns Selbst, für unsere
TrainingspartnerInnen, für andere Menschen und für die Welt. |
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Demut oder Bescheidenheit (Giomson)
Demut kommt aus dem Bewusstsein der eigenen Kraft. Wenn wir um
unsere Kraft und unser Können wissen, dann können wir ganz frei
auch andere Menschen im Vordergrund stehen lassen, sie
unterstützen und stärken. Wir können die Dinge tun, die andere
nicht so gerne tun. Demut heißt: “Was kann ich für dich tun?“ |
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Liebe (Sarang)
Unser Herz mit
Mitgefühl für uns selbst öffnen, daraus erwächst auch eine
Öffnung für andere Menschen und die Natur. Dann können wir mit
anderen Menschen teilen. Liebe heißt geben ohne zu erwarten. |
Diese Grundsätze gelten für Lehrer und Schüler gleichermaßen.
Nicht die
messbare Leistung oder Sportlichkeit ist entscheidend. Es gibt keine
Wettkämpfe, Mannschaften oder Meisterschaften. Im Vordergrund steht der
Mensch in seinem Bemühen um inneres Wachstum.
Shinson
Hapkido steht für alle Menschen offen, für jung und alt, Männer und
Frauen, dick und dünn, groß und klein.
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